Magdeburg (dpa/sa) - Im Länderwettlauf um neue Pädagogen hat die Gewerkschaft GEW eine bessere Bezahlung von Grundschullehrern gefordert. Sachsen-Anhalt sollte dem Beispiel anderer Länder folgen und die Bezahlung an das Niveau der Lehrkräfte in anderen Schulformen anpassen, erklärte GEW-Landeschefin Eva Gerth am Freitag in Magdeburg. Ziel müsse es sein, den Grundschuljob finanziell attraktiver zu machen. Zuletzt hatten Brandenburg, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein angekündigt, ihre Grundschullehrer künftig höher, nämlich bei A13 beziehungsweise E13, einzugruppieren.

Die GEW reagierte mit ihrer Forderung auf eine Entscheidung des Landtags: Nach achtmonatiger Debatte hatten die Parlamentarier am Donnerstag einem Paket mit Beamtenrechtsregelungen zugestimmt. Die Schulleiter von kleinen Grundschulen bekommen mehr Geld. Auch Lehrer, die nur eines statt zwei Fächern unterrichten und Kollegen mit DDR-Abschlüssen werden besser gestellt. Damit habe die Landesregierung richtig reagiert, um sich der Konkurrenz um mehr Lehrkräfte zu stellen, so die Gewerkschaft weiter.

Im Kampf gegen Unterrichtsausfall versuchen zahlreiche Bundesländer, mehr Lehrer einzustellen. Sachsen-Anhalt sucht bis Anfang 2019 gut 1000 neue Pädagogen und will mehr Nachwuchslehrer ausbilden. Eine Landesprognose sagt voraus, dass in den nächsten Jahren bei den Grund- und Sekundarschulen besonders großer Bedarf besteht.