Magdeburg (dpa/sa) - Gewerkschafter haben kritisiert, dass Bedienstete der Landespolizei in Sachsen-Anhalt keinen Corona-Bonus bekommen sollen. Das sei ein Schlag ins Gesicht aller Polizisten und Angestellten im Land, die seit Monaten die verordneten Corona-Einschränkungen kontrollieren und durchsetzen sollen, teilte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) am Samstag in Magdeburg mit. Polizisten seien mit jedem Einsatz dem Risiko ausgesetzt, sich selbst anzustecken und das Virus in ihre Familien zu tragen. Das sei eine konkrete Gefahr für Leib und Leben der Beamten.

Die DPolG forderte die schwarz-rot-grüne Landesregierung auf, umzudenken, und eine Corona-Sonderzahlung zu erwägen. Auch in moderater Höhe könne sie eine Motivation und ein klares Zeichen sein, sagte DPolG-Landeschef Olaf Sendel laut Mitteilung.

Für Beschäftigte von Bund und Kommunen war in den im Herbst beendeten Tarifverhandlungen vereinbart worden, dass sie eine einmalige Corona-Sonderzahlung bekommen. Festgelegt wurden 600 Euro für die unteren Einkommensgruppen, 400 Euro für die mittleren und 300 Euro für die oberen. Auf Nachfrage habe das Finanzministerium mitgeteilt, dass für die Bediensteten des Landes kein solcher Bonus vorgesehen sei, monierte die DPolG.