Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Bei Grabungen im Außenbereich eines Laubenganghauses aus der Bauhauszeit in Dessau-Roßlau sind seit April rund 1000 Funde geborgen worden. "Dazu gehören die Relikte eines Radioantennenmastes für den Langwellenempfang, eine Wasserzapfstelle sowie die Überreste der historischen Grundstücksumzäunung eines Kinderspielplatzes und eines Wäscheplatzes", sagte Archäologe Felix Rösch am Donnerstag an der Grabungsstelle.

Zwischen 1929 und 1930 wurden in Dessau-Törten fünf dreigeschossige Laubenganghäuser mit insgesamt 90 Wohnungen gebaut. Sie waren nach Plänen des späteren Bauhaus-Direktors Hannes Meyer als Sozialwohnungen errichtet worden. Im Juli 2017 wurden die Gebäude in die Unesco-Welterbestätte des Bauhauses aufgenommen.

Universität Halle, Seminar Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit