Wittenberg (dpa/sa) - Luther statt Ländle: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist zwei Tage in Sachsen-Anhalt zu Gast. Zu Beginn der Stippvisite wurde der 72-Jährige am Mittwochabend von seinem Amtskollegen und Gastgeber Reiner Haseloff (CDU) in Wittenberg empfangen. Haseloff zeigte der Delegation aus Stuttgart bei einem Rundgang seine Heimatstadt; unter anderem die Wirkungsorte des Reformators Martin Luther.

Mit dem Besuch löste Kretschmann eine acht Jahre alte Einladung ein. Bereits im Jahr 2012 war Haseloff in Baden-Württemberg, als beide Ministerpräsidenten noch nicht lange im Amt waren. Damals sei die Einladung zum Gegenbesuch ausgesprochen worden, sagte ein Regierungssprecher. Die Reise sei wegen Terminschwierigkeiten immer wieder verschoben worden.

In Wittenberg zeigte Haseloff seinem Gast den Marktplatz, den Cranachhof, die Marktkirche, die Schlosskirche mit Luthers Grab, das Melanchthonhaus und das Lutherhaus. Beide Ministerpräsidenten waren in Begleitung ihrer Ehefrauen unterwegs. Haseloff warb bei dem Rundgang durch die Stadt auch für Urlaub in der Heimat.

Am Donnerstag stehen die Bauhaus-Stadt Dessau und das Wörlitzer Schloss auf dem Programm. Laut Staatskanzlei wollen Kretschmann und Haseloff unter anderem über eine engere Zusammenarbeit ihrer Bundesländer sprechen.