Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat davor gewarnt, die Debatte um den Klimaschutz auf den Kohleausstieg zu verengen. Zwei Drittel aller Emissionen fänden in anderen Bereichen statt, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Magdeburger Landtag. Vor allem der Verkehrssektor müsse stärker in den Blick genommen werden, forderte Haseloff.

Klimaschutz sei nicht zum Nulltarif zu haben. "Da müssen 82 Millionen Menschen in Deutschland einen Beitrag leisten, sonst werden wir es nicht schaffen." Es helfe nichts, in Bereichen wie der Energieerzeugung mit Kohle Emissionen einzusparen, wenn der Ausstoß in anderen Beichen wie dem Verkehr weiter wachse, sagte Haseloff.

Derzeit diskutiert eine Kommission der Bundesregierung, wie in den Braunkohleregionen in Ostdeutschland und Nordrhein-Westfalen neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Die sogenannte Kohlekommission soll auch einen Zeitplan für den Ausstieg aus der Braunkohle aufzeigen. Haseloff hatte zuletzt gesagt, der Strukturwandel werde mindestens 60 Milliarden Euro kosten.