Magdeburg (dpa/sa) - Trotz des derzeit stagnierenden Corona-Geschehens schließt Ministerpräsident Reiner Haseloff nicht aus, dass die Sachsen-Anhalter an Ostern im eigenen Land Urlaub machen können. Er halte das nach wie vor nicht für ausgeschlossen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag nach Beratungen des Kabinetts in Magdeburg. Ähnliche Signale gebe es inzwischen auch aus dem Kanzleramt. Festlegen wollte sich Haseloff jedoch zunächst nicht. Es wäre ein "sehr kühner Blick in die Glaskugel", wenn heute jemand sagen wolle, wie die Situation in einem Monat sei.

Die Landesregierung stellte am Dienstag ein Konzept vor, wie das gesellschaftliche Leben beim Abklingen des Infektionsgeschehens schrittweise wieder hochgefahren werden könnte. Der Plan soll in den kommenden Tagen mit Verbänden diskutiert und nächste Woche verabschiedet werden.

Demnach ist geplant, dass in Sachsen-Anhalt Campingplätze und Ferienwohnungen wieder öffnen könnten, wenn der Grenzwert von 50 neuen Corona-Fälle je 100 000 Einwohnern und Woche fünf Tage hintereinander unterschritten wird. Seit einer Woche pendelt dieser Wert laut Berechnungen des Gesundheitsministeriums jedoch um die 90 und ist damit weit von diesem Wert entfernt.

Wann Hotels wieder öffnen können, ließ die Landesregierung offen. Das müsse bundesweit besprochen und geregelt werden, sagte Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU). Am 3. März beraten Bund und Länder das weitere Vorgehen im Umgang mit der Corona-Pandemie.

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