Hannover (dpa) - Die Neuaufstellung der Norddeutschen Landesbank (NordLB) kommt nach Einschätzung von Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers voran. "Es ist ein gutes Signal, dass sowohl die Personalaufwendungen als auch die Verwaltungsaufwendungen rückläufig sind", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Hannover. Die Halbjahreszahlen zeigten, "dass die notwendige Verschlankung der Bank begonnen hat und erste Früchte trägt". Dennoch habe die NordLB noch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen vor sich.

NordLB-Vorstandschef Thomas Bürkle hatte sich mit den Geschäftszahlen für das erste Halbjahr "durchaus zufrieden" gezeigt. Die Bank steigerte das Konzernergebnis deutlich auf 149 (Vorjahr: 54) Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand lag mit 487 Millionen Euro rund 7 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2018. Für das Gesamtjahr 2019 sei wegen der Restrukturierung aber weiter mit einem Verlust zu rechnen, sagte Bürkle.

Die NordLB wartet nach hohen Verlusten mit der Schiffsfinanzierung auf eine Kapitalspritze von rund 3,6 Milliarden Euro. Die EU-Kommission muss aber noch entscheiden, ob diese Stützung mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Den Großteil der Finanzspritze will das Land Niedersachsen schultern, zudem sind das Land Sachsen-Anhalt und die Sparkassen-Gruppe beteiligt. Auch die Landtage in Hannover und Magdeburg müssen zustimmen.