Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Linke muss sich auf die Suche nach einem neuen Landesvorsitzenden machen. Der bisherige Landeschef Andreas Höppner erklärte, er wolle nach zwei Jahren im Amt nicht erneut antreten. Die Linke müsse sich mit Blick auf die Landtagswahl 2021 inhaltlich und personell neu aufstellen, sagte Höppner am Mittwoch. "Das muss frühzeitig passieren." Der neue Landesvorstand soll am letzten Juni-Wochenende gewählt werden. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" (Mittwoch) über die Personalie berichtet.

Höppner hatte wiederholt die innerparteilichen Strategiedebatten kritisiert. "Ich bin ein Mensch, der gern anpackt, im Verein, im Betrieb, in der Gewerkschaft", sagte der 50-Jährige. Höppner ist ehrenamtlicher Ortsbürgermeister im altmärkischen Kloster Neuendorf mit rund 450 Einwohnern. Dafür wolle er wieder antreten. Wenn er das richtig ausfüllen wolle, passe dazu eine Vielzahl von Funktionen und Jobs nicht. Ob er wieder für den Landtag kandidiere, habe er noch nicht entschieden, sagte Höppner.

Der "Mitteldeutschen Zeitung" hatte Höppner zuvor gesagt: "Aus meiner Sicht braucht die Linke grundsätzlich wieder mehr Basisarbeit und muss sich vor Ort mehr und aktiver einbringen." Am 26. Mai stehen in Sachsen-Anhalt Kommunal- und Europawahlen an.

Bericht "Mitteldeutsche Zeitung"

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