Dresden (dpa) - Die Talfahrt der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im April weiter beschleunigt. Wie das Ifo-Institut in Dresden am Mittwoch mitteilte, stürzte der Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft von 89,6 auf 78,9 Punkte. "Die Corona-Krise ist in allen Teilen der ostdeutschen Wirtschaft angekommen und drückt stärker auf die Stimmung der Unternehmer als die Finanzkrise." Lageeinschätzungen und Geschäftserwartungen fielen so drastisch wie nie zuvor aus.

Laut ifo-Institut ist die Stimmung im "Sturzflug". Im Verarbeitenden Gewerbe brachen Geschäftslage und -erwartungen nach noch zögerlichem Rückgang im März ein, ebenso im Bauhauptgewerbe. Auch im Dienstleistungssektor geht die Talfahrt des Geschäftsklimaindex weiter und der Stimmungsverfall im Handel beschleunigte sich "dramatisch". Zudem ist der Ausblick vor allem wegen des Einbruchs der Geschäftslage im Einzelhandel getrübt.

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Sie werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Ifo-Index gilt als sehr treffsicherer Frühindikator für den weiteren konjunkturellen Verlauf.

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