Halle (dpa/sa) - Immer mehr Menschen aus anderen Bundesländern kommen zur Arbeit nach Sachsen-Anhalt. Die Zahl der sogenannten Einpendler, die ihren Wohnort in einem anderen Bundesland und ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt haben, ist in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Halle mit.

So kamen im Juni vergangenen Jahres nach den jüngsten vorliegenden Zahlen fast 70 000 Männer und Frauen zum Arbeiten nach Sachsen-Anhalt. Allerdings ist die Zahl derer, die von Sachsen-Anhalt aus in andere Bundesländer zur Arbeit fahren nach wie vor wesentlich höher: Fast 144 000 Sachsen-Anhalter hatten einen Arbeitsplatz in einem anderen Bundesland.

Die meisten Auspendler arbeiteten diesen Angaben zufolge in den benachbarten Bundesländern Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Brandenburg. In der umgekehrten Richtung zeigte sich ein ähnliches Bild: Die meisten Einpendler kommen aus Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg und Berlin.

"Der Trend zeigt: Die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Arbeits- aber auch als Wohnort hat in den letzten Jahren zugenommen", kommentierte Kay Senius, Chef der Arbeitsagenturen im Land. Diese Entwicklung müsse weiter vorangetrieben und gesteigert werden. Um den Standort Sachsen-Anhalt im Wettbewerb mit den anderen Arbeitsmärkten in Deutschland konkurrenzfähig zu machen, seien Politik, Wirtschaft und Sozialpartner gemeinsam gefordert.