Halle (dpa/sa) - In Halle breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Treiber der Pandemie sei das private Umfeld. Etwa 60 Prozent der Neuinfektionen rührten daher, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Dazu zählten Treffen mit Freunden. Am Dienstag lag der Inzidenz-Wert der Stadt mit 267 Infizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage auf einem Höchststand (Montag: 259). Für Deutschland gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner mit 197,6 an - als höchstem Stand seit Beginn der Pandemie.

"In den Krankenhäusern kämpfen Menschen um ihr Leben", sagte Wiegand. Die Stadt appellierte erneut an die Menschen, die zum Beispiel einen medizinischen Beruf haben und im Ruhestand sind, die Kliniken personell zu unterstützen. Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara bat auch Medizinstudierende um Hilfe.

In Halle werden den Angaben nach in Zusammenhang mit dem Corona-Virus derzeit 145 Menschen in Krankenhäusern behandelt, davon 39 auf Intensivstationen. Insgesamt 57 Menschen seien seit dem Ausbruch der Pandemie in der Stadt an oder mit dem Virus gestorben.

Informationen der Stadt Halle