Großzöberitz (dpa/sa) - Bauen mit Lehm soll wieder attraktiv werden. Die bereichsübergreifende Initiative "GOLEHM" stellt am heutigen Donnerstag in Großzöberitz (Saalekreis) ihr Konzept vor. "Sachsen-Anhalt verfügt über ein einzigartiges Lehmbauerbe, das sich rund 7500 Jahre zurückverfolgen lässt", sagte Initiatorin Franziska Knoll von der Universität Halle. Hier gebe es noch tausende Häuser aus Lehm - eine ideale Voraussetzung, um diese Tradition fortzusetzen. Der Rohstoff ist einfach über kurze Transportwege verfügbar, mit wenig Energieaufwand zu verarbeiten, komplett recycelbar und damit nahezu klimaneutral.

Ziel sei es, durch neue Sanierungskonzepte die bestehenden Lehmgebäude weiter zu nutzen und innovative Lösungen für den Neubau zu entwickeln.

Um das Bauen mit Lehm wieder in das öffentliche Bewusstsein zu bringen, haben sich im Netzwerk "GOLEHM" Unternehmen, Bauhandwerker, private und kommunale Initiativen sowie Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen.