Halle (dpa/sa) - Nach dem Terroranschlag in Halle hat das Innenministerium Trauerbeflaggung in Sachsen-Anhalt angeordnet. Von Freitagmorgen an bis einschließlich Montag wehen deshalb die Fahnen vor allen Dienstgebäuden des Landes auf halbmast, wie das Ministerium mitteilte. In Halle waren auch am Donnerstag schon einige Flaggen auf halbmast gesetzt worden. Bei zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt sowie außerhalb gedenken Menschen weiterhin der Opfer des Anschlags.

Ein 27 Jahre alter Sachsen-Anhalter soll am Mittwoch schwer bewaffnet versucht haben, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als das misslang, soll er kurz darauf eine 40 Jahre alte Frau vor dem Gotteshaus und einen 20 Jahre alten Mann in einem Dönerladen erschossen haben. Auf seiner Flucht soll er ein 40 und 41 Jahre altes Ehepaar schwer verletzt haben. Der 27-Jährige hat die Taten gestanden und auch rechtsextreme und antisemitische Motive eingeräumt. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Generalbundesanwalt Peter Frank stufte die Taten als Terror ein. Nach seiner Überzeugung wollte der Mann in der Synagoge ein Massaker anrichten.