Dresden (dpa) - Der Kabarettist Wolfgang Schaller sieht im Nachgang der Corona-Krise jede Menge Arbeit auf sich und seine Kollegen zukommen. "Es gibt ein Leben nach dem Virus. Da werden wir auf der Kabarettbühne viel zu hinterfragen haben", sagte der Künstler. Gäbe es das Virus nicht, hätte man es erfinden müssen: "Wer spricht noch von Flüchtlingen, von Nazis, Kriegsgefahr und vom Kollaps des Finanzsystems, den man uns nach dem Virus viel besser begründen kann." Über all das müsse aber gesprochen werden.

Schaller wird am kommenden Montag 80 Jahre alt. Er war mehr als drei Jahrzehnte Chef des Dresdner Kabaretts "Die Herkuleskeule" und gehört zu den bekanntesten Künstlern seines Fachs in Ostdeutschland. Im März erschien sein Buch "Eh ichs vergesse. Satirische Zeitensprünge" im Eulenspiegel Verlag Berlin.