Magdeburg (dpa/sa) - Die extreme Kälte in Sachsen-Anhalt ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunächst vorbei. Über den Westen Deutschlands ziehe ab Montag feuchtere und deutlich mildere Luft ein, die auf kalte Luft über Mitteleuropa treffe, hieß es. Das sei die klassische Konstellation für Glatteis durch gefrierenden Regen, so die Meteorologen. Behinderungen im Verkehr seien damit zu Wochenbeginn wahrscheinlich. Im Verlauf der Woche sollen die Temperaturen dann tagsüber deutlich über null Grad steigen.

In der vergangenen Woche habe es vermehrt wetterbedingte Unfälle gegeben, teilte die Polizei in Magdeburg am Sonntag mit. Allein 137 Verkehrsunfälle habe es in den vergangenen sieben Tagen in der Landeshauptstadt gegeben. Dies entspreche einem Anstieg zur Vorwoche von etwa 65 Prozent. Zu schweren Verletzungen kam es nach Polizeiangaben nicht.

Trotz der Kälte erfreuten sich viele Wochenendspaziergänger am traumhaft sonnigen Wetter. Auf dem Brocken waren nach Aussage der Polizei in Halberstadt am Samstag mehrere Hundert Menschen unterwegs. In Halle hatte die Polizei mit mehreren Fällen zu tun, bei denen Menschen Eisflächen auf Gewässern betraten. Erst kürzlich waren in Halle zwei Mädchen in ein Gewässer auf der Peißnitz-Insel eingebrochen. Beide konnten sich nach Angaben der Polizei retten.

In der Nacht zum Montag können die Temperaturen noch auf bis zu minus 20 Grad absacken. Im Verlauf des Tages erreichen sie dann gebietsweise wieder Werte über null Grad. Dabei kann es insbesondere im Westen Sachsen-Anhalts zu Schneefall kommen. Im weiteren Verlauf der Woche steigen die Temperaturen auf bis zu 8 Grad. Dabei bleibt es der Vorhersage nach überwiegend niederschlagsfrei. Auf dem Brocken könnte es nach Angaben des DWD zu Stürmen kommen. In den tieferen Lagen bläst der Wind meist nur mäßig.

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