Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Etliche Kirchen im Land haben Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus getroffen. "Noch ist es ein Prozess, der im Entstehen ist", sagte die Sprecherin des Bistums Magdeburg, Susanne Sperling, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Bistum habe jedoch vorsichtshalber seinen Gemeinden nahegelegt, sich an die Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz zu halten: Die Weihwasserbecken in den Kirchen sollten leer bleiben, Händeschütteln und Umarmen beim Friedenszeichen nach dem Friedensgruß des Priesters sollten ausgesetzt werden. Auch die sogenannte Kelchkommunion, bei der alle Gläubigen aus einem Becher mit Wein trinken würden, sei zu vermeiden.

Auch die Evangelische Landeskirche Anhalts und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gaben nach eigenen Angaben Empfehlungen an ihre Gemeinden weiter. "Es gibt noch keine Entscheidung, ob und welche Gottesdienste abgesagt werden", erklärte Johannes Killyen von der Evangelischen Landeskirche Anhalts in Dessau-Roßlau. Bei einem Treffen des Landeskirchenrats vor dem Wochenende soll über den weiteren Umgang mit dem Virus beraten werden. Nach EKM-Angaben musste bereits ein Gottesdienst für Konfirmanden in Magdeburg abgesagt werden.