Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Das neue Kinderförderungsgesetz hat aus Sicht der Anhaltischen Landeskirche und der Diakonie nicht zur erhofften Verbesserung bei der Bildungsqualität in den Kitas im Land geführt. Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Anhalts habe die Landesregierung deshalb einstimmig zur Überarbeitung des Gesetzes aufgefordert, wie ein Sprecher am Samstag in Dessau-Roßlau mitteilte. Ziel müsse sein, das Personal in den Einrichtungen zu entlasten und die Qualität der Betreuung zu verbessern. "Dies halten wir für wichtiger als kostenlose Beiträge anzubieten", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Oberkirchenrat Christoph Stolte.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hatte stets betont, die Änderungen am Kinderförderungsgesetz brächten Entlastungen für Eltern und Erzieher. Diakonische Einrichtungen und Kirchengemeinden sind in Anhalt Träger von Kindertagesstätten.

In seinem Bericht hatte Stolte erklärt, es habe mit dem zum Jahresbeginn in Kraft getretenen Gesetz nur eine minimale Erhöhung des Personalschlüssels gegeben, dem gegenüber stehe eine Reduzierung der Betreuungszeit. Mit einer Verbesserung könnten Eltern bei den Verpflegungskosten rechnen. Darüber hinaus müssten die Eltern nur noch für das älteste Kind in einer Kita den Kostenbeitrag zahlen.

Pressemitteilung Evangelische Landeskirche Anhalts

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