Magdeburg (dpa/sa) - Das Land Sachsen-Anhalt schickt eigenes Personal in die kommunalen Gesundheitsämter, um bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zu unterstützen. Derzeit hätten sich bereits rund 80 Freiwillige aus der Landesverwaltung für diese Aufgabe gemeldet, sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie würden zugeteilt - je nachdem, welchen konkreten Bedarf die Kommunen anmeldeten. Im Gegenzug erwarte die Regierung, dass die Kommunen ihre Gesundheitsämter mit eigenem Personal verstärkten.

Am Montag hatte der Landkreistag kurzfristige personelle Unterstützung vom Land gefordert. Der Spitzenverband der Kreise begründete das mit zusätzlichen Aufgaben durch die für den ganzen November verschärften Corona-Regeln.

Die von Bund und Ländern verabredeten Maßnahmen sehen bundesweit sowohl strenge Kontaktbeschränkungen als auch ein weitgehendes Ruhen des Tourismus-, Gastronomie-, Kultur- und Freizeitbetriebs vor. In Sachsen-Anhalt können erstmals Bußgelder für Maskenverweigerer verhängt werden. Mit den Maßnahmen sollen die Kontakte der Menschen reduziert werden, um die deutlich gestiegene Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder zu senken.

Der Landesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst weist seit Monaten darauf hin, dass die Gesundheitsämter angesichts der Aufgaben in der Corona-Pandemie mehr Personal bräuchten.