Magdeburg (dpa/sa) - Um Erzieher- und Gesundheitsberufe attraktiver zu machen, reicht es aus Sicht des Landtags nicht aus, nur das Schulgeld in der Ausbildung abzuschaffen. Es müsse viel mehr passieren - etwa dass Ausbildungsvergütungen gezahlt werden, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag. Dass Azubis nicht länger für ihre Ausbildung zahlen müssen, sei jedoch ein erster wichtiger Schritt. Sie gehe davon aus, dass eine Abschaffung zeitnah möglich sei. Die Abgeordneten beschlossen einen Antrag der Regierungsfraktionen von CDU, SPD und Grünen, der die Regierung auffordert, das Vorhaben zügig umzusetzen.

Im Bereich der Altenpflege ist die Abschaffung des Schulgeldes an privaten Ausbildungsstätten bereits beschlossen. Grimm-Benne hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, auch bei weiteren Berufen im Gesundheitsbereich wie Physiotherapeuten und Logopäden die Zahlungen abzuschaffen zu wollen, ebenso für Erzieher. Zunächst müsse jedoch genau ermittelt werden, wie viel Geld dazu nötig sei, sagte die Ministerin am Donnerstag im Landtag. Zudem will das Land prüfen, ob eine Beteiligung des Bundes an der Finanzierung möglich ist. Die AfD kritisierte, die Umsetzung passiere nicht schnell genug.