Magdeburg (dpa/sa) - Nach der Ankündigung, die Schulen in Sachsen-Anhalt wegen der Corona-Pandemie auch im Februar zu schließen, hat die Linke im Landtag eine Rückkehrperspektive gefordert. Wenn die Winterferien vorbei seien, müsse es mindestens Wechselunterricht mit geteilten Klassen geben, forderte Fraktionschef Thomas Lippmann am Mittwoch per Mitteilung. Diese könnten im täglichen oder wöchentlichen Wechsel zuhause und in der Schule lernen. Dabei sei bei den Jahrgängen ab Klasse sieben der Hybrid-Betrieb zu bevorzugen.

Das hieße, dass alle Schülerinnen und Schüler sich per Videoschalte von zuhause aus in den Präsenzunterricht einwählen, die dafür die nötige Technik und Internetanbindung haben, erklärte Lippmann. An den Schulen müssten dafür endlich die nötigen technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Zudem müssten wöchentliche Schnelltests bei den Lehrkräften sowie repräsentative Stichproben bei den Schülern eingeführt werden.

In Sachsen-Anhalt beginnen am 8. Februar die einwöchigen Winterferien. Aus Sicht von Bildungsminister Marco Tullner gibt es in der aktuellen Corona-Lage mit tendenziell steigenden Zahlen bei aktiv Infizierten und Intensivpatienten kein realistisches Szenario für ein Ende des Schul-Notbetriebs. Es sei wahrscheinlich, dass es bis Ende Februar beim Fernunterricht bleibe, sagte der CDU-Politiker.

Seit Montag gehen wegen verschärfter Corona-Regeln nur die Jugendlichen in die Schule, die im Sommer ihren Haupt-, Real- oder Berufsschulabschluss machen oder ihr Abitur ablegen. Für alle anderen Jahrgänge gibt es Online-Lernangebote und Aufgaben für zuhause.