Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Der Nachwuchs der sachsen-anhaltischen Linkspartei hat eine Kandidatin und einen Kandidaten aus ihren Reihen nominiert, die kommendes Jahr für ihre Partei bei der Landtagswahl antreten sollen. Die rund 30 Vertreter der Linksjugend wählten am Sonntagabend den Hallenser Timon Kniewel (22) und die Magdeburgerin Rebekka Grotjohann (21), wie ein Sprecher mitteilte. Beide traten ohne Gegenkandidatur an. Zudem stimmten die jungen Linken bei der zweitägigen Mitgliederversammlung ihr Jugendwahlprogramm ab.

Darin fordert die Linksjugend unter anderem, an den Grundschulen die Noten abzuschaffen. Es gebe aus ihrer Sicht keinen Grund, schon so junge Kinder einem solchen Leistungsdruck auszusetzen, sagte Kniewel. Zudem wollen sie ein Paritätsgesetz durchsetzen, um die Hälfte der Abgeordnetensitze im Magdeburger Parlament mit Frauen zu besetzen. In Brandenburg und Thüringen wurden solche Gesetze verabschiedet, in Thüringen aber bereits wieder gerichtlich gekippt.

Die beiden Linksjugend-Vertreter hoffen, bei der anstehenden Listenaufstellung ihrer Mutterpartei einen aussichtsreichen Platz zu bekommen. Angestrebt sei es, unter die ersten 16 zu kommen, betonten Kniewel und Grotjohann. Dann bestehe eine realistische Chance, auch ins Parlament einzuziehen und die Interessen der jüngeren Sachsen-Anhalter zu vertreten.

Die Linke legt Anfang 2021 ihre Kandidatenliste fest. Spitzenkandidatin soll die Landtagsabgeordnete Eva von Angern werden. Sachsen-Anhalt wählt am 6. Juni 2021 ein neues Parlament. Die Linke ist derzeit mit 16 Abgeordneten vertreten. Die Linksjugend hat nach eigenen Angaben rund 580 Mitglieder.

Entwurf Programm

Infos zur Landesmitgliederversammlung der Linksjugend in Dessau-Roßlau