Naumburg (dpa/sa) - Vier Monate blieb der Naumburger Dom 2020 für Besucher coronabedingt geschlossen - für die Vereinigten Domstifter bedeutet das massive finanzielle Einbußen. "Wir haben durch die Schließung große Verluste, und im Moment noch die Ungewissheit, wie lange das anhalten wird, dass wir nicht öffnen können", erklärte Stiftungsdirektor Holger Kunde am Montag. "Wir sind aber in jedem Fall auf staatliche Hilfen angewiesen."

Einer Sprecherin zufolge lagen die Verluste für 2020 bei 450 000 bis 500 000 Euro. Im vergangenen Jahr hätten rund 98 300 Menschen den Naumburger Dom besucht, 2019 waren es noch knapp 148 000 gewesen.

Baulich ging es den Angaben zufolge an der Unesco-Welterbestätte voran: Im Westchor seien die umfangreichen Restaurierungen der Glasfenster abgeschlossen worden. Auch die Arbeiten an den Fenstern in Ostchor seien bald fertig. Die Instandsetzung der Fassade des Ostchores stehe kurz vor dem Abschluss. Für dieses Jahr sei ein großer Festakt geplant, um die abgeschlossene Restaurierung der Fenster des West- und Ostchores zu würdigen. Zudem werde der Eingangsbereich des Domes mit Ticketerwerb und Domshop umgestaltet.