Magdeburg (dpa/sa) - In Magdeburg soll in den kommenden Jahren ein Astrophysikalisches Zentrum entstehen. Es soll den Namen Georg Christoph Silberschlag tragen und die astrophysikalische Forschung in der Landeshauptstadt fördern. Als einer der ersten Schritte wird am Mittwoch ein Förderverein mit dem Namen "Projekt Silberschlag" gegründet. Dahinter stehen die Astronomische Gesellschaft Magdeburg, die Otto-von-Guericke-Universität, die Otto-von-Guericke-Gesellschaft, sie Otto-von-Guericke-Stiftung, die Stiftung Silberschlag und weitere Partner.

In den kommenden Jahren soll in Magdeburg ein hochmodernes Himmelsobservatorium entstehen, das von Wissenschaftlern, Studierenden, Pädagogen, aber auch von Hobbyforschern und Schülern genutzt werden kann. Darin sollen unter anderem ein Spiegelteleskop und ein hochauflösender Spektograph für die Forscher zur Verfügung stehen. Fast eine Million Euro soll dieser Ort zur Himmelsbeobachtung kosten. Das Geld soll bei Sponsoren eingeworben werden.

"Magdeburg hat eine lange wissenschaftliche Tradition", begründete René Neumann von der Astronomischen Gesellschaft das Vorhaben. "Die wollen wir wieder aufleben lassen." Schon im 10. Jahrhundert beobachtete Gerbert von Aurillac, der später als Papst Sylvester II. bekannt wurde, den Sternenhimmel von Magdeburg aus. Im 17. Jahrhundert experimentierte Otto von Guericke mit dem Vakuum, 100 Jahre später errichtete Georg Christoph Silberschlag eine Sternwarte.

Astronomische Gesellschaft Magdeburg e.V.