Magdeburg (dpa/sa) - Wer in Magdeburg trotz Vorschrift ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss 75 Euro Bußgeld zahlen. Das geht aus einer Allgemeinverfügung hervor, die am Dienstag in Kraft tritt. Demnach richtet sich die Höhe der Strafe nach dem aktuellen Infektionsgeschehen. Solange in der Landeshauptstadt mehr als 50 neue Corona-Fälle je 100 000 Einwohner und Woche nachgewiesen werden, werden 75 Euro fällig. Fällt dieser Wert, liegt aber noch über 35, verhängt das Ordnungsamt 50 Euro Bußgeld. Bei niedrigeren Fallzahlen fällt keine Strafe an. Wer wiederholt ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss mit höherem Bußgeld rechnen.

Mit den zusätzlichen Regeln reagiert Magdeburg auf die anhaltend hohe Zahl an Neuinfektionen. Die Stadt ist derzeit mit mehr als 100 Fällen je 100 000 Einwohnern und Woche Sachsen-Anhalts am stärksten belastete Region. Zudem wies Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) per Verfügung an, dass überall dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Damit weitet die Landeshauptstadt die Maskenpflicht über die Landesregelung hinaus aus. In ganz Sachsen-Anhalt gilt, dass beim Einkaufen und in Bus und Bahn Mund und Nase bedeckt werden müssen. Kommunen dürfen weitere Bereiche ausweisen. So hat beispielsweise Halle Maskenpflicht in der Innenstadt sowie vor dem Hauptbahnhof angewiesen und verhängt bei Verstößen ebenfalls ein Bußgeld. Beide Kommunen wollen die Einhaltung verstärkt kontrollieren.