Halle (dpa/sa) - Die Jugendämter in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg der Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung gezählt. Mit 3410 Verdachtsfällen seien 175 mehr als im Jahr zuvor registriert worden, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mit. In 505 Fällen sei eine akute, in 377 Fällen eine latente Gefährdung des Kindeswohls festgestellt worden.

Wie die Statistiker aus Anlass des am (morgigen) Donnerstag begangenen Tages der gewaltfreien Erziehung weiter mitteilten, lag in 1329 Verdachtsfällen zwar keine Gefährdung der betroffenen Kinder und Jugendlichen vor, die Jugendämter stellten jedoch fest, dass die Familien weiterer Hilfe und Unterstützung bedurften. Bei 1199 Verfahren bestätigte sich der ursprüngliche Verdacht nicht.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes