Magdeburg/Halle (dpa/sa) - In den Krankenhäusern Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Patienten mit schweren Verläufen einer Corona-Infektion gestiegen. Wie das Sozialministerium am Montag mitteilte, waren 206 Intensivbetten mit einem Covid-19-Patienten belegt. Davon musste gut die Hälfte (112) künstlich beatmet werden. Vor einer Woche (28.12.) waren laut Ministerium 159 Intensiv-? und Beatmungsbetten mit Covid-?19-Patienten belegt, von denen 84 mit Medizintechnik beatmet wurden.

Landesweit laufen derweil die Vorbereitungen für die Impfungen in eigens dafür eingerichteten Zentren. Bislang wurden laut Ministerium
13 366 Impfungen vorgenommen. In Alten- und Pflegeheimen war damit im Dezember mit Hilfe mobiler Impfteams begonnen worden.

In Halle stoßen die Krankenhäuser nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) immer mehr an ihre Grenzen. "Die Situation ist besorgniserregend", sagte er. Es stelle sich daher die Frage, inwieweit in der Saalestadt, im Süden Sachsen-Anhalts, noch Patienten aus anderen Bundesländern aufgenommen werden könnten.

Den Angaben nach werden allein hier derzeit 240 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus behandelt. Darunter waren am Montag 58 Patienten auf den Intensivstationen, zwölf mehr als am Sonntag. Sechs weitere Todesfälle seien in der Stadt binnen eines Tages im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu beklagen. Die Frauen und Männer waren zwischen 63 und 87 Jahre alt.

Für das Land wurden am Montag 394 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie steckten sich damit nachweislich rund 32 830 Sachsen-Anhalter mit dem Erreger Sars-CoV-2 an. Mehr als 700 Menschen sind seit März an oder mit dem Coronavirus gestorben. Rund 25 200 Menschen gelten als genesen.

Binnen einer Woche gab es laut Gesundheitsministerium 196,28 neue Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner; vor einer Woche lag diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 202. Den landesweit höchsten Werte wies die Übersicht des Ministeriums mit 369 für den Landkreis Mansfeld-Südharz aus, den niedrigsten für die Landeshauptstadt Magdeburg (74).

Im Bundesdurchschnitt betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag laut Robert Koch-Institut (RKI) 139,4. Allerdings bleibt eine Interpretation der Daten weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Informationen der Stadt Halle zur Coronavirus-Pandemie

Zahlen des Robert Koch-Instituts vom 4. Januar 2021

Pressemitteilung des Sozialministeriums zum Infektuonsgeschehen in Sachsen-Anhalt vom 28. Dezember 2020

Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 4. Januar 2021