Merseburg/Memleben (dpa) - Das Kloster Memleben an der Grenze zu Thüringen verbucht mit seiner Mittelalter-Ausstellung einen Besucherrekord. Bisher sahen 20 000 Menschen die im Mai eröffnete Schau "Wissen und Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen". Insgesamt kamen seit Jahresbeginn 25 000 Besucher nach Memleben an der Landesgrenze zu Thüringen - so viele wie noch nie vorher, wie Museumschefin Andrea Knopik am Donnerstag mitteilte. Wegen der hohen Resonanz wird die Laufzeit der Ausstellung vom 15. auf den 21. Oktober verlängert.

Zum 25-jährigen Bestehen der Straße der Romanik widmet sich auch in Merseburg eine Sonderausstellung dem Mittelalter. Ihr Titel: "Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte". Zu ihr kamen seit der Eröffnung Mitte Juli knapp 10 000 Besucher, wie die Vereinigten Domstifter mitteilten. Im Mittelpunkt steht der Reichsbischof Thietmar von Merseburg (976-1018), dessen geschriebene Chronik als eines der bedeutendsten Geschichtswerke des Mittelalters gilt. Mit 110 Exponaten soll das Werk erlebbar gemacht werden.

Mit der aktuellen Besucherzahl hat die Ausstellung nach Ansicht der Veranstalter bisher nicht das Potenzial erreicht, das ihrer überregionalen Bedeutung entspricht. Hoffnungen setzen die Macher nun auf den traditionellen Kulturreisemonat Oktober. Am 4. November schließt die Thietmar-Schau.

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