Wefensleben (dpa) - Eine seit dem Tod ihres Kleinkindes in September 2020 gesuchte vierfache Mutter aus Wefensleben (Landkreis Börde) hat sich der Polizei gestellt. Die 43-Jährige erschien dort am Dienstag und wurde nach der Verkündigung des Haftbefehls in ein Gefängnis gebracht, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Magdeburg mit.

Die Frau habe Angaben zum Aufenthalt ihrer Kinder gemacht, deren Alter bislang mit drei, sechs und sieben Jahren angegeben worden war. Bei sich hatte sie die Kinder aber nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft verwiesen auf das Jugendamt des Landkreises, das sich um die Kinder kümmere. Eine Sprecherin des zuständigen Landkreises Börde erklärte auf Nachfrage, dass derzeit keine Auskunft zu dem Sachverhalt erteilt werde.

Es bestehe der Verdacht, dass die Eltern ihr 14 Monate altes Kind hätten retten können. Am 3. September hatte der Rettungsdienst indes nur noch den Tod feststellen können. Die Polizei nahm daraufhin Ermittlungen auf. Der Vater sitzt seit dem 30. September in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Magdeburg hatte auch gegen die Mutter Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

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