Ettersburg (dpa/th) - Nach dem Unfall eines mit rund 50 Schülern besetzten Reisebusses nahe Weimar haben die meisten Verletzten das Krankenhaus wieder verlassen. Lediglich der mutmaßliche Unfallverursacher werde noch stationär behandelt, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Der Mann steuerte ein Auto, das am Donnerstagnachmittag zwischen Ettersburg und Ramsla mit dem Bus zusammengestoßen war. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte er an der Einmündung von einem Plattenweg auf die Landstraße die Vorfahrt des Busses missachtet.

Bei der Kollision wurden insgesamt zehn Menschen verletzt, die Beifahrerin des Autofahrers und acht Schüler zogen sich leichte Verletzungen zu. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt.

Die Schülergruppe stammte nach Angaben der Polizei aus der Nähe von Hildesheim in Niedersachsen. Zunächst hatte die Behörde mitgeteilt, die Jugendlichen kämen aus Sachsen-Anhalt. Die 15- bis 16-Jährigen hatten die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besucht und waren auf der Heimreise.

Die Gruppe sei nach dem Unfall zunächst in einer Gaststätte betreut worden, sagte die Sprecherin. Auch ein Kriseninterventionsteam sei sicherheitshalber alarmiert und die Eltern der Jugendlichen verständigt worden. Ob die Schüler inzwischen nach Hause zurückgekehrt sind, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen.