Halle (dpa/sa) - Das Landesverwaltungsamt setzt seine Informationskampagne zur Umsetzung der Natura 2000-Verordnung in Sachsen-Anhalt fort. So werde es ab Mitte Februar in den Landkreisen Gesprächsangebote geben, teilte die Behörde am Freitag mit. Bei der Erarbeitung der Verordnung für das Naturschutzprojekt habe es 3000 Einwendungen gegeben.

Die Einwender hätten nun die Möglichkeit, sich speziell zu ihren Anliegen zu informieren. Außerdem sollen die Unteren Naturschutzbehörden sowie die landwirtschaftlichen Verbände, der Angler,- Jagd- und Waldbesitzerverband sowie die Wirtschaftsverbände in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Vollzug der Verordnung einbezogen werden. Sie soll nach einem Jahr bewertet werden.

Das europäische Artenschutzprojekt gilt seit Jahresanfang auch in Sachsen-Anhalt. Mit Natura 2000 soll ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten in Europa entstehen. In Sachsen-Anhalt geht es um 32 Vogelschutzgebiete und 266 Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH). Diese Areale hatten bereits Schutzstatus, mussten nun aber an die Vorgaben der EU angepasst werden. Betroffen sind rund elf Prozent der Landesfläche.

Bei Land-und Forstwirten trifft Natura 2000 auf vehemente Kritik. Erst zu Jahresanfang hatten sie in Magdeburg bei einer Demonstration ihrem Unmut lautstark Luft gemacht. Sie befürchten, dass sie ihre Flächen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzen können.

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