Halle (dpa/sa) - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ist gegen eine Corona-Sperrstunde in der Gastronomie. Er halte nichts davon. Die Infektionsfälle seien nicht durch Gaststätten verursacht worden sind, sondern zum Beispiel aufgrund von Reisen. Er halte die bisherigen Regelungen in Sachsen-Anhalt für ausreichend. "Jeder Ort, an dem viele Menschen aufeinandertreffen, ist ein sensibler Ort", sagte Wiegand am Mittwoch. Deshalb komme es darauf an, an solchen Orten konsequent einen textilen Schutz über Mund und Nase zu tragen, um Mitmenschen vor einer Infektion zu schützen.

Die Corona-Situation in der Stadt sei angespannt, im Moment dennoch beherrschbar. Infektionswege ließen sich klar eingrenzen und Kontaktketten recherchieren, sagte Wiegand. Er appellierte zugleich an die Vernunft und Eigenverantwortung der Menschen für ihre Gesundheit auch bei Familienfeiern die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. "Wir alle haben ein gemeinsames Ziel: diesem Virus nicht noch mehr Raum in unserem Leben zu geben", sagte Wiegand.

Aktuell haben sich in Halle den Angaben nach 111 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, seit Ausbruch der Pandemie 592 Menschen. Als geheilt gelten 467 Menschen. Zwölf Menschen seien mit dem Virus, zwei Menschen an dem Virus gestorben. Halle hat rund 238 000 Einwohner.

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