München (dpa) - Der Lichtkonzern Osram bekommt mit Ingo Bank einen neuen Vorstandschef und passt zudem sein Geschäftsjahr an das Kalenderjahr an. Damit verabschiedet sich der Konzern von einem Teil seiner Historie: Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom Dienstag marschieren die Münchner ab 2022 im Gleichschritt zu ihrer neuen Mutter AMS. Osram hatte bisher, wie der frühere Mutterkonzern Siemens, ein abweichendes Geschäftsjahr von Oktober bis September.

Ingo Bank übernimmt die Funktion als CEO parallel zu seinem Amt als Finanzvorstand des Mehrheitseigentümers AMS. Er wurde bis Ende April 2023 bestellt, wie Osram am Dienstag mitteilte. Zudem berief das Aufsichtsgremium Babette Fröhlich zur Arbeitsdirektorin. Auch die 55-Jährige soll die Zentralbereiche Personal von Osram und dem künftigen Gesamtkonzern in Doppelfunktion leiten.

Damit wird die Verzahnung von Osram mit dem österreichischen Sensorspezialisten AMS enger. AMS und Osram meldeten am Dienstag zudem, dass der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der beiden Unternehmen kurzfristig eingetragen und damit wirksam werden kann. Bisher war dies durch Klagen verhindert worden, nachdem der Vertrag im November von einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen worden war.

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