Gardelegen (dpa/sa) - 820 Soldaten eines Panzerbataillons aus der Oberpfalz üben seit Freitag trotz der Corona-Pandemie im Gefechtsübungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide. Hinzu kommen bis zu 400 Soldaten des Gefechtsübungszentrums selbst, wie Presseoffizier Hauptmann Alexander Helle am Freitag mitteilte. An verschiedenen Stationen trainierten sie etwa taktisches Verhalten, die Versorgung im laufenden Gefecht und die Zusammenarbeit mit anderen Kräften.

Während der Übung würden Auflagen eingehalten. Wo immer möglich, werde Abstand gewahrt. In Zelten und festen Unterkünften werde nur jedes dritte Bett belegt. Ausbildungen erfolgten in Kleingruppen und je nach Situation mit Mund-Nasen-Schutz. Im Anschluss an die Übung, die bis zum 2. Mai angesetzt ist, würden die Soldatinnen und Soldaten vorsorglich in 14-tägige Isolation gehen.

Der Leiter des Gefechtsübungszentrums des Heeres, Oberst Michael Knoke, erklärte: "Ziel der Bundeswehr bleibt stets, unter Minimierung des Risikos der Ausbreitung von Covid-19, die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr für Hilfeleistungen im Inneren und die Einsätze im Ausland sowie die Beiträge zur Landes- und Bündnisverteidigung aufrechtzuerhalten."

Die Bundeswehr befinde sich trotz Corona-Pandemie weiterhin in Auslandseinsätzen. Die Soldaten im Ausland würden regelmäßig ausgetauscht und müssten im Vorfeld gut ausgebildet werden. Für das Panzerbataillon aus Bayern sei die Ausbildung am Gefechtsübungszentrum Heer der letzte Test, bevor die Männer und Frauen im Sommer für ein halbes Jahr nach Litauen gingen.

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