Bad Schmiedeberg (dpa/sn) - Die Politik muss der ostdeutschen Provinz nach Ansicht des sächsischen Regierungschefs Michael Kretschmer (CDU) ihren Willen zum Aufbruch signalisieren. "In den ländlichen Regionen geht es darum, dass wir Zuversicht erzeugen können. Das sind ja in aller Regel traumhaft schöne Gegenden, wo es Schulen gibt, wo es Infrastruktur gibt", sagte der 42-Jährige am Mittwoch am Rande des Treffens der ostdeutschen Länderchefs in Bad Schmiedeberg (Sachsen- Anhalt). Für den Termin hatte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt.

Nach Kretschmers Worten geht es darum, ob die Leute auch in den nächsten 20 Jahren im ländlichen Raum leben wollen. Deshalb seien Dinge wie Breitbandausbau, öffentlicher Nahverkehr und medizinische Versorgung wichtig. "Da müssen wir einfach jetzt in die Gänge kommen." Die Menschen hätten ein gutes Gefühl dafür, was richtig und was falsch ist. Sie könnten zwar selten genau den Paragrafen nennen, den man ändern muss, aber gut eine Situation beschreiben. "Ich habe ja die Strategie, dass wir nicht übereinander, sondern miteinander reden. Da werden - glaube ich - beide Seiten schlauer davon."