Halle (dpa/sa) - Unter strengen Hygienevorschriften haben sich am Freitag Dutzende Anhänger und Anhängerinnen von "Fridays for Future" (FFF) in Halle versammelt. "Es geht darum, unsere Botschaft in die Welt zu tragen", sagte FFF-Sprecher Max-Ferdinand Zeh am Freitag in Halle. An zwei Orten in der Saalestadt bildeten Demonstrierende lange Menschenketten - jedoch ohne Anfassen und mit etwa zwei Meter Abstand zwischen den Menschen. Laut Polizei wurde die Aktion für 30 sowie 50 Teilnehmende genehmigt. Zudem hätten Sympathisierende die Chance, sich einem alternativen Protest im Internet anzuschließen, erklärte der Schüler aus Halle. Etliche nutzten die Möglichkeit und posteten Fotos und ihre Standortangaben auf der Webseite der Protestbewegung. Zudem wurden am Freitag im Internet Liveschalten geteilt.

Seit März wurden die Protestaktionen von FFF wegen der Corona-Beschränkungen ins Internet verlegt. Unter anderem konnten sich Nutzer und Nutzerinnen über soziale Medien wie Instagram oder Twitter unter den gemeinsamen Stichwörtern #NetzstreikFürsKlima und #FightEveryCrisis auf den Plattformen zusammenfinden, dort Bilder und Videos hochladen oder Diskussionen über die Klimasituation anregen. Ziel sei, den Streik gegen den Klimanotstand trotz der Coronakrise fortzusetzen, erklärte Zeh. Beide Krisen würden internationale Maßnahmen notwendig machen.

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