Halle (dpa/sa) - Rund 4000 Menschen haben die Sonderausstellung "Ringe der Macht" im Landesmuseum Halle seit der Eröffnung vor rund einer Woche besucht. "Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden", sagte der stellvertretene Landesarchäologe und Museumssprecher, Alfred Reichenberger, der Deutschen Presse-Agentur. "Eine Schau zum Thema Ringe, quer durch die Zeiten von den Anfängen bis zum Mittelalter, gab es noch nicht."

Reichenberger sagte: "Die Menschen haben in allen geschichtlichen Epochen Ringe mit besonderen Eigenschaften wie Macht, Magie und Stärke verbunden." Die weiblichen Besucher seien meist von den vielen Goldringen fasziniert gewesen. "Sie würden sie auch heute noch selber tragen, gaben viele an", sagte der Sprecher. Männer seien vom Schmuck der Kelten angetan gewesen.

Auf rund 500 Quadratmetern sind rund 250 Exponate von 30 europäischen Leihgebern zu sehen. Die ältesten, rund 30 000 Jahre alten Fingerringe aus Mammutelfenbein stammen den Angaben nach aus Pavlov (Tschechische Republik). Ebenso ist erstmals im Ausland die mit rund 3500 Jahren älteste menschliche Skulptur der Welt, die Hand von Prêles (Schweiz/Kanton Bern) zu sehen. Sie ist rund 500 Gramm schwer, aus Zinnbronze gegossen und trägt einen verzierten Armreifen aus Goldblech. Die Schau dauert bis 1. Juni 2020.

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