Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt greift auf seine Reserve beim Saatgut zurück, um im Landes- und Privatwald nach den Orkan- und Dürreschäden kräftig aufzuforsten. Es werde etwa die Hälfte der Saatgutreserve aus der Landes-Samendarre Annaburg freigegeben, teilte das Umweltministerium in Magdeburg am Mittwoch mit. Das entspreche rund 123 Kilogramm reinem Saatgut für Kiefer, Fichte, Lärche, Küstentanne und Douglasie. Damit könnten um die sechs Millionen Forstpflanzen produziert werden. Das reiche für eine Fläche von 1000 bis 1200 Hektar. Die Reserve hatte das Land seit dem Jahr 2015 angelegt, um auf großflächige Schäden reagieren zu können.

Forststaatssekretär Ralf-Peter Weber erklärte: "Sachsen-Anhalt hat vorgesorgt, das zahlt sich jetzt aus. Bis spätestens drei Jahre nach einem Schadereignis müssen neue Bäume gepflanzt werden. Der Bedarf an gesichertem Saatgut ist daher im Moment besonders hoch." Die Reserve stammt von Bäumen aus der Region - die Pflanzen sind somit an die Standorte im Land angepasst.

Die freigegebenen Saatgutmengen würden in Zukunft wieder aufgefüllt, hieß es weiter. Damit werde für alle Waldbesitzarten ein wichtiger Beitrag für eine stabile Versorgung mit Forstpflanzen gesichert.

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