Halle (dpa/sa) - Wie andere Länder bereitet sich auch Sachsen-Anhalt auf das Eindringen der Afrikanischen Schweinepest vor. Deutschland sei bisher nicht betroffen, aber die Pest komme näher, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, am Freitag.

Zuletzt ist die Krankheit in Belgien bei Wildschweinen aufgetreten. "Das heißt, es kann auch jederzeit Deutschland treffen", bemerkte Pleye. In Sachsen-Anhalt sei beispielsweise für den Notfall ein 25 Kilometer langer elektrischer Wildschutzzaun angeschafft worden, um betroffene Bereiche isolieren zu können.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Sie ist nicht heilbar. Menschen seien zwar nicht gefährdet, sie könnten aber durch ihr Verhalten für die Verbreitung des äußerst widerstandsfähigen Virus' sorgen, betonte Pleye. Das treffe etwa auf Reisende oder auch Fernfahrer zu, die womöglich Lebensmittel aus betroffenen Gegenden mitbringen. Dazu gebe es Aufklärungskampagnen.