Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt bekommt einen eigenen Antisemitismus-Beauftragten. Ein Referatsleiter in der Staatskanzlei soll diese Aufgabe künftig zusätzlich übernehmen, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag in Magdeburg ankündigte.

Der Beauftragte solle unter anderem am Aufbau eines bundesweiten Informationssystems mitarbeiten, um antisemitische Tendenzen zu erfassen. Haseloff hatte sich am Montag mit dem Antisemitismus-Beauftragten des Bundes, Felix Klein, in Berlin getroffen, um diese Zusammenarbeit zu besprechen. Dabei gehe es auch um Vorfälle, die nicht unter das Strafrecht fielen, aber gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig aufzeigen könnten.

Zudem soll der Antisemitismus-Beauftragte ein weiterer Ansprechpartner sein, um Probleme anzusprechen, erläuterte Haseloff. Dieser Austausch sei wichtig. "Da gibt es dann einen Namen, eine Mailadresse und eine Telefonnummer." Ab wann genau der Beauftragte seine Arbeit aufnimmt, ließ der Regierungschef offen.