1. Startseite
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. SC Magdeburg
  6. >
  7. Handball: Kristjansson rettet dem SC Magdeburg in Plock einen Punkt

Handball Kristjansson rettet dem SC Magdeburg in Plock einen Punkt

Das war knapp. In Plock sah es lange Zeit danach aus, dass die Siegesserie des SCM in der Champions League endet. Aber selbst einen Sechs-Tore-Rückstand steckten die Magdeburger weg und kamen elf Sekunden vor Schluss durch Gisli Kristjansson noch zum 29:29-Ausgleich.

Von René Miller Aktualisiert: 26.02.2026, 23:05
Gisli Kristjansson (hier beim Spiel in Eisenach) glich  für den SC Magdeburg elf Sekunden vor Schluss in Plock zum 29:29 aus.
Gisli Kristjansson (hier beim Spiel in Eisenach) glich für den SC Magdeburg elf Sekunden vor Schluss in Plock zum 29:29 aus. Foto: Michael Täger

Magdeburg/Plock. - Was für ein Krimi am Ende in Plock. Erst hielt Sergey Hernandez einen Siebenmeter von Melvyn Richardson. Dann scheiterte auch Matthias Musche per Strafwurf. Doch elf Sekunden vor der Schlusssirene gelang Gisli Kristjansson noch der Ausgleich zum 29:29 (12:14).

Wie erwartet mussten die Magdeburger auf Omar Ingi Magnusson verzichten. Der Isländer war in Magdeburg bei seiner hochschwangeren Frau geblieben. Und das Fehlen des bisher besten Werfers (70 Tore und eine Effektivität von 78,6 Prozent) in der Champions League machte sich bemerkbar. Zur Pause hatten die Grün-Roten lediglich 12 Tore erzielt und dabei nur eine Effektivität von 52 Prozent (am Ende 64 %) auf die Platte gebracht. Auch am Siebenmeterstrich wurde wieder gesündigt. Manuel Zehnder warf daneben (13.) und Tim Hornke scheiterte an Mirko Alilovic (24.).

Beim SCM durfte sich Matej Mandic im Tor beweisen. Auch Christian O’Sullivan war in der Abwehr wieder gefragt. Manuel Zehnder nach einer Viertelstunde im Rückraum. Und auf Linksaußen durfte Sebastian Barthold erstmals in diesem Jahr ran. Nachdem die Gastgeber durch fünf Tore allein von Sergej Kosorotov mit 7:5 in Führung (11.) gingen, drehte der SCM mit einem 3:0-Lauf das Spiel. Aber dann dreht Plock wieder auf und zwang SCM-Coach Bennet Wiegert beim 11:9 (19.) für die Polen zur ersten Auszeit. „Hört auf mit Risikopässen und probiert es mehr über die Mitte als über die Außen“, betonte der Coach. Zwei Minuten später hieß es 11:11 – aber dann ging gut acht Minuten lang gar nichts mehr, bis Zehnder 48 Sekunden vor der Pause auf 12:14 verkürzen konnte.

Die Pause brachte aber keine Besserung im SCM-Spiel. Mit vier Toren legte Wisla erst einmal auf 18:12 (35.) vor. Und Wiegert holte seine Jungs erneut zusammen. „Ich frage mich, was wir gerade in der Kabine besprochen haben. Wir schmeißen die Bälle weg und gehen nicht Richtung Tor. Das ist von vorne bis hinten gar nichts“, tobte der Coach in der Auszeit.

Albin Lagergren und Musche per Siebenmeter verkürzten dann auf 14:18 (37.). Aber die Gastgeber legten durch den Ex-Kieler Miha Zarabec dann wieder auf 22:16 (41.) vor. Zumindest konnten die Magdeburger weiter ordentlich die Kräfte verteilen. Nach dem Seitenwechsel waren auch Philipp Weber und Tim Zechel im Spiel. Daniel Pettersson löste Hornke auf Rechtsaußen ab. Mit dem fünften verwandelten Siebenmeter verkürzte Musche auf 23:26 (52.). Und plötzlich war der SCM wieder richtig wach. Magnus Saugstrup sorgte gut sechs Minuten vor Schluss für das 25:27. Und als Weber das 26:27 (56.) nachlegte, war der Krimi von Plock eröffnet.