Magdeburg (dpa/sa) - Nach den Schulschließungen aufgrund des Coronavirus verschiebt Sachsen-Anhalt die Prüfungen für den Realschulabschluss um drei Wochen. Bei den Abiturprüfungen soll es zunächst keine Verschiebungen geben, wie das Bildungsministerium am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Die Prüfungen für den Realschulabschluss begännen deutlich früher, sagte ein Sprecher zur Begründung.

In Sachsen-Anhalt und in vielen anderen Bundesländern sind seit Tagen die Schulen und Kitas geschlossen, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Bayern hatte deshalb am Mittwoch verkündet, die Abiturprüfungen zu verschieben.

Für rund 8000 Jugendliche an den Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt sollen die ersten Prüfungen nach dem neuen Zeitplan am 11. Mai geschrieben werden. Bisher war der 20. April vorgesehen. Die rund 5700 Abiturientinnen und Abiturienten sollen wie geplant am 27. April mit den Prüfungen beginnen.

Wer daran aufgrund der aktuellen Situation nicht teilnehmen könne, dürfe die Nachschreibetermine im Juni nutzen, hieß es. "Wir werden sicherstellen, dass jeder Absolvent einer Schule in Sachsen-Anhalt einen fairen Zugang zu den Prüfungen bekommt und damit die Chance erhält, den gewünschten Schulabschluss zu erreichen", sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU).