Zerben/Magdeburg (dpa/sa) - Die neue Schleuse Zerben im Elbe-Havel-Kanal (Jerichower Land) ist am Montag offiziell für den Schiffsverkehr freigegeben. Schiffe fahren nach einem Probebetrieb schon seit dem 7. März durch den 190 Meter langen und 12,5 Meter breiten Bau. Seitdem waren nach Angaben des Wasserstraßen-Neubauamtes Magdeburg aber noch Arbeiten etwa an den Ufereinfassungen und der Beleuchtungsanlage nötig.

Seit 2009 wird die Schleuse gebaut. Die Kosten belaufen sich laut Amt auf rund 60 Millionen Euro. Der Bau ist notwendig, weil die bestehende Schleuse nicht mit modernen Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden befahren werden kann. Durch den Ausbau sollen Großmotorgüterschiffe bis 2000 Tonnen sowie 185 Meter lange Schubverbände bis 3500 Tonnen Tragfähigkeit und 2,80 Meter Tiefgang die Ost-West-Verbindung passieren können.

Der Neubau der Schleuse Zerben ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17, mit dem ein gleichwertiger Anschluss von Berlin, Brandenburg und Magdeburg an das Netz der Wasserstraßen im Westen Deutschlands wie dem Rhein erreicht werden soll.

"Mit dem Ausbau der West-Ost-Achse steigern wir die Leistungsfähigkeit der Binnenschifffahrt in der Region und im gesamten Wasserstraßennetz", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann. Verkehr könne von der Straße auf die Wasserstraße verlagert werden. Das sei ein wirksamer Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Datenblatt Schleuse Zerben