Magdeburg/Erfurt (dpa) - Die Sonderseelsorger für Zirkusleute und Schausteller sind angesichts der Corona-Pandemie besonders gefragt. "Sie versuchen durch Spendenaufrufe, die in Not geratenen Familien zu unterstützen", erklärte Hannelore Janzhoff von der Geschäftsstelle der Circus- und Schaustellerseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Kleine Zirkusse und Schausteller seien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. "Besonders wichtig sind persönliche Besuche und Gespräche in dieser schweren Zeit."

Conrad Herold, der seit zehn Jahren die Zirkusleute und Schausteller auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland seelsorgerisch betreut, sagte, die Branche werde durchgeschüttelt wie nie. Er wolle Trost spenden, da sein und zuhören. "Die finanziellen Verwerfungen kann ich nicht lösen." Aber auch er habe das Ergebnis von Kollekten verteilen können, wo es dringend nötig gewesen sei. Laut der EKD hat Herold bundesweit zwölf Kolleginnen und Kollegen, die sich haupt- oder ehrenamtlich um diesen Bereich der Seelsorge kümmern.

EKD zur Circus- und Schaustellerseelsorge

Pressemitteilung der EKM zum Einführungsgottesdienst Herolds, 07.10.2010