Hannover (dpa) - Im Ringen um die milliardenschwere Rettung der Norddeutschen Landesbank (NordLB) ist der Sparkassenverband Niedersachsen vorsichtig optimistisch. "Die EU-Kommission ist nicht völlig ablehnend, sie beschäftigt sich ernsthaft damit", sagte Verbandspräsident Thomas Mang in Hannover. Brüssel muss entscheiden, ob die geplante Finanzspritze von rund 3,6 Milliarden Euro mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Der Sparkassenverband ist an der vorgesehenen Kapitalmaßnahme mit knapp zehn Prozent beteiligt.

Der scheidende EU-Haushaltskommissar Günter Oettinger hatte am Dienstag gesagt, die Kommission tue alles für eine Rettung der NordLB. Nach Möglichkeit solle es bis Ende Oktober Klarheit geben. Ursprünglich hatte die Bankenaufsicht die Frist gesetzt, dass das Geld Anfang September bei der NordLB angekommen sein muss.

"Wenn Sie einen 1500-Meter-Lauf machen und 1380 Meter geschafft haben, wechseln Sie 120 Meter vor dem Ziel auch nicht zum Kugelstoßen", sagte Mang zum Fortschritt der Gespräche. Über einen Plan B mache sich der Sparkassenverband "derzeit keine Gedanken". Neben der Zustimmung der EU-Kommission müssen allerdings auch die Landtage von Haupteigentümer Niedersachsen und Miteigentümer Sachsen-Anhalt die Kapitalmaßnahme billigen.