Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht will kommunale Finanzgeschäfte künftig im Vorfeld auf verbotene Spekulationen überprüfen lassen. Aus seiner Sicht müssten sogenannte Derivategeschäfte künftig im Einzelfall genehmigt werden, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Magdeburg. Hintergrund ist der Verdacht, dass mehrere Abwasserzweckverbände trotz Verbots Finanzgeschäfte dieser Art abgeschlossen haben. Der Landesrechnungshof konnte bei einer aktuell laufenden Prüfung bereits mindestens einen Verstoß feststellen. Spekulationen mit Derivaten bergen ein höheres Verlustrisiko. Nach ersten Schätzungen könnte im Land ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden sein, so der Minister.