Halle (dpa/sa) - Die Stadt Halle hat mit ihren systematischen Corona-Testungen das Virus bislang in elf Pflegeheimen nachgewiesen. Es habe seit Beginn der Testoffensive in der vergangenen Woche 33 positive Abstriche gegeben, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag in Halle. Laut Amtsärztin Christine Gröger sind 19 Mitarbeiter betroffen und 14 Bewohner. Bis zum Freitag seien die Tests in 53 von 56 Pflegeheimen gelaufen.

In einem der am Donnerstag festgestellten Fälle führe eine Spur in eine Kita, wo ein Kind einer betroffenen Mitarbeiterin in der Notbetreuung gewesen sei. Bei einem Test sei das Virus bei dem Kind nicht nachgewiesen worden. Geplant seien nun Tests bei 13 Kindern und 11 Erzieherinnen, die in der Notbetreuung der Kita gewesen seien. Es gehe darum, Infektionsketten transparent zu machen, betonte der OB. "Der Fall führt uns allen vor Augen, wie gefährlich die Situation noch immer ist, wie zerbrechlich unsere bisherigen Erfolge bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus noch immer sind", sagte Wiegand. Man müsse sich im Klaren darüber sein, dass jede Lockerung immer auch die Gefahr einer zweiten Infektionswelle mit sich bringe. Bislang sind in der Saalestadt 308 Infektionsfälle registriert, derzeit kommen täglich nur wenige hinzu.

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