Halle (dpa/sa) - Der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand (parteilos), hat sich mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen darauf verständigt, die Gremienarbeit des Stadtrats zunächst einzufrieren. "Die Beratung über Entscheidungen von dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten wollen wir per Videokonferenz gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden und dem Oberbürgermeister treffen", sagte Wiegand am Montagabend bei einer Video-Pressekonferenz in Halle. Zudem seien die Stadtratsvorsitzenden Teil der Entscheidungsprozesse.

Auch die Sitzungen der Stadtratsfraktionen sollen künftig per Videoschalte abgehalten werden. Zudem sei geplant, die Sitzungen der Aufsichtsratsgremien von Unternehmen künftig auf diesem Weg stattfinden zu lassen. Zu Unternehmen mit städtischer Beteiligung gehören unter anderem die Bäder Halle GmbH, die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) und die Stadtwerke Halle GmbH.

Derweil hat sich in Halle die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 19 erhöht. Damit sind seit Sonntag zwei neue Fälle bestätigt worden. Wiegand betonte, dass er sich den Ausführungen des Virologen Alexander Kekulé anschließe, der etwa Spaziergänge für ungefährlich halte, wenn zwei Meter Abstand zu anderen Menschen gehalten werde.