Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt hängt der Bildungsweg von Kindern einer aktuellen Statistik zufolge stark von den Abschlüssen der Eltern ab. Das geht aus einer Auswertung des Mikrozensus' aus dem Jahr 2019 hervor, die das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle veröffentlichte. Es untersuchte, welche Bildungswege Jugendliche eingeschlagen hatten, die noch im Elternhaus lebten, aber mit 15 Jahren und älter nicht mehr der Schulpflicht unterlagen.

Der Auswertung zufolge ging jeder zweite Jugendliche mit Eltern ohne Berufsabschluss nach Ende seiner Schulpflicht nicht mehr zur Schule und machte auch keine Ausbildung. In den Haushalten, in denen die Eltern einen akademischen Abschluss hatten, waren hingegen zwei Drittel der Kinder über 15 Jahre weiterhin in der Schule oder studierten. In Familien, bei denen die Eltern einen Berufsabschluss hatten, absolvierte mit einem Viertel der größte Anteil ebenfalls eine Berufsausbildung.

Insgesamt lebten den Statistikern zufolge voriges Jahr rund 412 000 Kinder bei ihren Eltern; das waren 15 Prozent weniger als noch 2008. Zwei Drittel der Kinder lebten bei Eltern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, knapp ein Fünftel in Akademiker-Haushalten und etwa jedes achte Kind in Familien, deren Eltern keinen Berufsabschluss hatten.

Mitteilung des Statistischen Landesamts