Magdeburg (dpa/sa) - Geld aus der angekündigten Strukturförderung nach dem geplanten Kohleausstieg soll allen Hochschulen im Land zugute kommen. Das forderte der Präsident der Landesrektorenkonferenz, Jens Strackeljan, in einem Interview mit der "Magdeburger Volksstimme" (Freitag). Es brauche Kooperation statt Spaltung, sagte Strackeljan, der zugleich Rektor der Universität Magdeburg ist. Die Hochschulen müssten ihre Kompetenzen bündeln, um die Energiewende zu begleiten.

Überlegungen für ein neues technisches Institut im Süden lehnte Strackeljan ab. Es wäre fatal, wenn die Universität Halle eine neue Technikfachrichtung aufbaue, während die Kapazitäten im Rest des Landes teils nicht ausgelastet seien. Auch im Norden - außerhalb des Kohlereviers - müssten die Hochschulen mit ihrer bereits bestehenden technischen Infrastruktur eingebunden werden. Die Universität Magdeburg ist den Angaben zufolge im Gegensatz zur Universität Halle auf technische Bereiche konzentriert. Der Bund plant den Kohleausstieg bis 2038.

Magdeburger Volksstimme