Magdeburg (dpa/sa) - In der zentralen Erstaufnahme (Zast) für Geflüchtete in Sachsen-Anhalt sind beim Streit zwischen zwei größeren Gruppen zwei Flüchtlinge leicht verletzt worden. In der Nacht auf Montag hatten verbale Attacken zu eskalieren gedroht, vereinzelt kam es auch zu körperlichen Übergriffen, wie die Polizei mitteilte. Mit Steinen und waffenähnlichen Gegenständen wurden mehrere Fensterscheiben und Türverglasungen eines Wohnblocks beschädigt oder zerstört.

Die Polizei konnte die Lage nach eigenen Angaben schließlich beruhigen. Sie ermittelt wegen schweren Landfriedensbruches. Um derartige Vorfälle künftig zu unterbinden, seien "weiterführende Maßnahmen" in Vorbereitung.

Wegen zahlreicher Covid-19-Fälle in der Einrichtung in Halberstadt sind die Einwohner der Einrichtung derzeit in Quarantäne. Am Donnerstag wurde die Maßnahme für rund alle 850 Bewohner bis zum 21. April verlängert. Derzeit dürfen die Geflüchteten das Gelände der Zast nicht verlassen. Die beengte Situation sorgte zuletzt mehrfach für Tumulte.